Rügenkrimi »Bitterer Februar« – The Next Big Thing

Wie heißt es doch immer so schön: »Was lange währt, wird endlich gut«. Wenn es nach dieser Redensart geht, müsste mein neuer Rügenkrimi ein Megabestseller werden. Die ersten Ideen dazu habe ich vor unglaublichen elf Jahren – im Mai 2007 – skizziert. Doch viele andere Projekte kamen dazwischen, bis ich das Manuskript im letzten Jahr endlich abschließen konnte. Irgendwann zwischendurch erhielt ich die zehn Fragen der Aktion »The Next Big Thing Blog Hop«. Die (jetzt aktualisierten) Antworten verraten etwas darüber, worum es in Anna Schwanitz’ zweitem Fall geht. Im Februar 2018 wird der Krimi als E-Book bei Ullstein Midnight veröffentlicht, die Printversion soll einen Monat später folgen. Wenn Sie die Premiere mitfeiern möchten, melden Sie sich doch einfach für den Newsletter an, der Sie über die Sonderaktionen zur Veröffentlichung informiert. Sie werden zudem mit Hintergrundberichten und Leseproben versorgt.

BittererFebruar-BlogHop

Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
»Bitterer Februar« (anfangs: »Rosen im Februar«)

Woher kam die Idee für das Buch?
Es waren zwei Ideen, die ich miteinander verbunden habe. Am 1. Mai 2007 habe ich vom Strandkorb aus das „Anbaden der Hoteliers“ in Binz auf Rügen beobachtet und mir überlegt, wie leicht man doch in den zu dieser Jahreszeit noch ziemlich kalten Fluten ertrinken könnte. Und dann stieß ich auf Berichte über die »Aktion Rose«, eine Polizeiaktion, die im Februar 1953 stattfand und zum Ziel hatte, private Hotelbesitzer an der Mecklenburgischen Ostseeküste zu enteignen. Ich fragte mich: Wie mögen sich insbesondere Kinder und Jugendliche gefühlt haben, deren Eltern von einem Tag auf den anderen durch staatliche Willkür zu Kriminellen gemacht wurden? Und wie wirkte sich dieses einschneidende Erlebnis auf ihr weiteres Leben aus?

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Kriminalroman

Wie lautet die Einsatzzusammenfassung Ihres Buches?
Die Hotelmanagerin Anna Schwanitz kommt einer Geschichte aus der Vergangenheit auf die Spur, die zeigt, wie durch staatliche Willkür Freundschaften und Familien zerstört werden und ein Klima von Misstrauen, Verrat und Rache entsteht, das noch sechzig Jahre später nachwirkt.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Für Anna Schwanitz, meine Detektivin, würde ich mir Caroline Peters (die Sophie Haas aus »Mord mit Aussicht«) wünschen, auch wenn die äußeren Merkmale nicht ganz stimmen. Aber diese Mischung aus Naivität, Neugier und Zielstrebigkeit passt wunderbar. Den offiziellen Ermittler, Hauptkommissar Warnke, könnte vielleicht Joachim Król verkörpern, weil er oft Figuren darstellt, deren Stärken sich hinter einem unscheinbaren Äußeren verbergen.

Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Eigentlich hatte ich geplant, es wie Linstows Geheimnis, den ersten Krimi, in dem Anna Schwanitz auf Mördersuche geht, selbst zu publizieren. Nachdem bis zur Fertigstellung so viel Zeit vergangen war, wollte ich nicht weitere ein bis zwei Jahre warten, bis es vielleicht mit einem Verlag geklappt hätte. Doch Ullstein Midnight hat sich innerhalb von wenigen Tagen für das Buch entschieden. Deshalb habe ich gern zugestimmt.

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Insgesamt von Mai 2007 bis Herbst 2017, also runde zehn Jahre, allerdings für das fertige, mehrfach überarbeitete Manuskript. Da ich nicht nur als Autorin tätig bin, sondern auch als Dozentin für literarisches Schreiben, freie Lektorin und Schreibcoach, gab es immer wieder längere Unterbrechungen. In der Zwischenzeit entstanden zudem einige Sachbücher.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Schwer zu sagen. Vielleicht findet sich etwas von Agatha Christies Miss-Marple-Krimis darin, weil es sich bei Anna Schwanitz auch um eine neugierige Hobbydetektivin handelt, die mehr herausbekommt als die Polizei. Gut möglich, dass Agatha Christie mich beeinflusst hat, denn ich habe ihre Krimis früher verschlungen.

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
Brutalität, Gewaltorgien und Ströme von Blut sind nicht mein Ding, mich beschäftigen mehr psychologische und zwischenmenschliche Aspekte, Liebe und Hass sind wichtige Motive in meinen Krimis. »Bitterer Februar« spielt – wie schon Linstows Geheimnis – an Orten, an denen andere Ferien machen. Deshalb sollen die Bücher vor allem eine unterhaltsame Strandkorblektüre bieten. Zudem ermöglichen sie einen Blick hinter die Kulissen eines Hotels. So kann ich meine Schwärmerei für Luxushotels ein bisschen weiterpflegen, die mit einer Ausbildung als »Hotel- und Gaststättengehilfin« (so hieß das 1969 noch) und einem Berufsjahr als Assistentin der Hausdame in einem Fünf-Sterne-Hotel in Hamburg begann.

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4 Gedanken zu “Rügenkrimi »Bitterer Februar« – The Next Big Thing

  1. Deine Ankündigung hat mich bereits sehr neugierig auf den Roman und neuen Fall mit Anna Schwanitz gemacht. Auch mich reizen weniger Blutvergießen und geballte Gewalt als vielmehr der psychologische Hintergrund, der Aufklärung über die Ursache allen Handelns gibt, Reaktionen nachvollziehbar macht.
    Was sich bei deiner Idee obendrein spannend anhört, ist, a) das Umfeld und b) dass die Geschichte weit zurück in die Vergangenheit reicht und die Ursachen für heutige „Dramen“ dort ihre Wurzeln haben.
    Ich merke mir die Veröffentlichung vor! Viel Erfolg mit dem neuen Band, Isa!

    LG Michèle

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