Was ist neu in Binz zur Saison 2018?

Seit 2000 komme ich nach Binz, meist einmal jährlich, manchmal auch öfter. Der Ort hat sich in dieser Zeit extrem gewandelt, vor allem an der Promenade, wo die weißen Villen der Bäderarchitektur eine nach der anderen ihre prachtvolle ursprüngliche Gestalt zurückerhielten. Für mich ist es zu einer lieben Gewohnheit geworden, bei meinem ersten Rundgang darauf zu achten, was sich seit meinen letzten Besuch verändert hat. Hier meine Beobachtungen von Ende April 2018:

  • Fertiggestellt wurde seit meinem letzten Aufenthalt im Oktober 2017 die Villa Vogue zwischen den Hotels Rugard und Arkona. Was die Werbung des Investors als »eine moderne Interpretation der historischen Bäderarchitektur« anpreist, zeigt sich mir als wuchtiger Kubus mit bodentiefen Fenster und gläsernen Balkonen. Die Wohnungen haben selbstverständlich Hochpreisniveau.
  • Hurra, die letzte klapprige Ruine an der Promenade ist verschwunden. Sie stand neben dem Dünenhaus und hat sich in den letzten Jahren nur noch mit Mühe aufrechthalten können, während eine Erbengemeinschaft über ihre weitere Verwendung stritt. Nun soll dort die Villa Rheingold entstehen, ein pompöser Bau mit – natürlich – Luxusappartements. Damit ist dann die Promenadenlinie auf dieser Seite der Seebrücke weitgehend geschlossen.
  • Ein Fremdkörper wird wohl bleiben: der Sechzigerjahre-Flachbau neben der Villa Glückspilz, in dem zuletzt das Restaurant »Lennox« untergebracht war. Torsten Gierke hat das Lokal Ende Januar geschlossen, nach eigenen Angaben wegen Personalmangels. Anfang Juni zieht das italienische Restaurant »Diavolo« aus der Wylichstraße hierher. Im Moment wird noch umgebaut.
  • Es gibt ein neues, einheitliches Gestaltungskonzept der Kurverwaltung. Früher hingen in den Glaskästen Aushänge und Plakate in buntem Stilmischmasch, manches davon wirkte etwas laienhaft. Jetzt haben alle Ankündigungen ein einheitliches Layout. Sieht edel aus, lässt sich aber teilweise schwer lesen und manche Terminangabe muss man lange suchen.
  • Auch die Schilder zu den Strandabgängen sind neu. Ob die Piktogramme, die Kindern die Orientierung erleichtern sollen, tatsächlich leicht verständlich sind? Die vormals simplen Bilder von Seestern oder Schnecke wurden durch abstraktere Symbole ersetzt, die teilweise interpretationsbedürftig sind. Aber schön sehen sie aus, keine Frage.
  • Weniger schön, aber vielleicht notwendig: An jeder Einmündung einer Straße auf die Strandpromenade fordert jetzt ein aufs Pflaster gepinseltes Verbotszeichen die Radfahrer zum Absteigen auf. Ob das stärker wirkt als die Blechschilder?
  • Der Pavillon der Kurverwaltung ist mal wieder ein Stück gewandert. Er stand erst rechts, dann links von der Seebrücke, nun ist er noch ein Stück höhergerückt und zu einem Café umfunktioniert worden.
  • Der Rettungsturm von Ulrich Müther erstrahlt in frischem Glanz. Er wurde nach einer Sanierung gerade mit einer Lichtinstallation feierlich eingeweiht und kann auch wieder als romantischer Ort zum Heiraten gebucht werden.
  • Der Kurplatz wird gerade neu gepflastert und auch sonst generalüberholt. Ob bis zum 1. Mai alles fertig sein wird? Ich bin gespannt.
  • Erschreckend finde ich zahlreiche Leerstände auf der Hauptstraße. Eines der Cafés hat geschlossen und mindestens drei weitere Geschäfte, die Krimskrams, Andenken und Schokolade verkauft haben. Vielleicht ziehen bis zum Sommer neue Mieter ein?

Und was haben Sie an Veränderungen auf der Insel bemerkt?

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