Der Seite-99-Test für »Wer ohne Schuld ist«

Ruegenkrimi "Wer ohne Schuld ist"

Es war der amerikanische Autor Ford Madox Ford, von dem  folgender Tipp stammt: »Öffnen Sie das Buch auf Seite 99, und die Qualität des Ganzen wird sich Ihnen offenbaren.« Testen Sie das Verfahren am Rügenkrimi »Wer ohne Schuld ist«:

Anna stürzte das halb volle Glas in einem Zug hinunter, stand auf, ging die wenigen Schritte zur Küchenzeile, füllte es noch einmal, kehrte damit zurück zum Sofa und zog die Beine hoch aufs Polster. Während sie Schluck für Schluck trank und auf den Laptop vor sich auf dem Tisch starrte, grübelte sie weiter. Es konnte nur jemand von den Alten gewesen sein: Die Glävke, aber auch Kruska, Möller, Hans oder Lieselotte Siebert kamen in Frage. Sie alle kannten das Spielzeugversteck ziemlich sicher und besaßen vermutlich einen Schlüssel. Neben Irene Glävke schien ihr Herbert Kruska besonders verdächtig. Er hatte erschrocken gewirkt, als sie die Räumung des Bodens erwähnte. Musste er doch befürchten, dass der Computer entdeckt werden würde. Wenn sie ihn überführen könnte, hätte sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn dann konnte er nicht länger hinter ihrem Rücken die Hotelangestellten manipulieren. Was würde er tun, wenn er das geknackte Schloss bemerkte? Wozu war er fähig? Konnte er ihr gefährlich werden?

Und was konnte ihr passieren, wenn sie den Fund des Laptops verschwieg? Handelte es sich um Unterschlagung von Beweismitteln oder wie das genannt wurde? Blödsinn. Sie konnte schließlich nichts dafür, wenn die Polizei nachlässig arbeitete. Hätten die Beamten den Wäschebehälter und den Dachboden gründlich durchsucht, wären sie fündig geworden. Und wenn der leitende Kriminalkommissar eben das Telefonat nicht so abrupt beendet hätte, wüsste er jetzt auch schon Bescheid.

Das Glas war schon wieder leer. Anna erhob sich und füllte es erneut. Warum hatte der Mörder überhaupt den Laptop an sich genommen? Hieß das – ja, es konnte nur bedeuten, dass er es genau darauf abgesehen hatte. Dass sich im Computer das Motiv für seine Tat verbarg. Die Bombe, die Mia Rösler zünden wollte, so hatte es Clemens formuliert. Welche Geheimnisse hatte sie gelüftet? Waren ihre Enthüllungen wirklich so brisant, dass jemand sie um jeden Preis verhindern wollte? Sie mussten …

Haben Sie Lust bekommen, weiterzulesen? Hier finden Sie Informationen zum Buch. Erhältlich ist es überall im Buchhandel.

 

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