Lieblingsessen in Binz: Lunch im Freustil

Binz-Freustil-(3)Dass es im Freustil abends großartige nordische Menüs gibt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Das Freustil ist eines der besten Restaurants der Insel (für mich das beste) und wird von Restaurantführer wie dem Gault Millau (aktuell 16 Punkte und zwei Kochmützen) und anderen regelmäßig ausgezeichnet. Doch die sechs bis acht Gänge für äußerst faire 66 bis 86 Euro genießt man meist lieber am Abend, obwohl sie auch mittags zu haben sind. Weiterlesen

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Lieblingscafé: Konditorei & Café »Torteneck«

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Ich gebe es ehrlich zu: Ich wäre nie auf das Café »Torteneck« aufmerksam geworden, hätte ich die Adresse nicht 2014 zufällig in einer Beilage der Zeitschrift »Der Feinschmecker« entdeckt, in der die besten Cafés Deutschlands vorgestellt wurden. Als ich das nächste Mal nach Binz kam, machte ich mich auf die Suche. Tatsächlich liegt es abseits der von den Urlaubern bevorzugten Strecken im Zentrum und an der Promenade. Nur auf dem Fußweg zum Bahnhof kommt man daran vorbei. Die Lage ist alles andere als spektakulär. Eingeklemmt zwischen Proraer Straße und Dünenstraße, mit den Riegeln der Mehrfamilienhäuser gleich nebenan – vom Seebadflair ist hier nichts zu spüren. Die Farbgebung aus schrillem Lila und grellem Grün sowie das etwas unbeholfen wirkende Logo im Siebzigerjahrestil schreckten mich zusätzlich ab. Ich betrat das Café mit einer gehörigen Portion Skepsis. Doch bereits der erste Blick auf die Kuchenvitrine vertrieb jeden Zweifel.

Um das volle Ausmaß dessen zu betrachten, was Bäcker und Konditor Alexander Arndt jeden Tag zaubert, muss man am Mittag oder frühen Nachmittag kommen. Da buhlen sie noch alle um die Gunst des Genießers: Die Sanddorntorte aus federleichtem Biskuit, Sanddorn- und Joghurtmousse, der Himbeertraum, dick mit reifen Früchten belegt, der wagenradgroße Pflaumenkuchen mit Rahm, die Holunder-, Käsesahne-, Maulwurf-, Wiener Mandeltorte und viele mehr. Sie alle repräsentieren feinstes Konditorhandwerk. Wer von diesen Torten probiert hat, merkt plötzlich, wie schlecht all die Hochglanztorten aus der Retorte schmecken, die meist zu trocken, zu schwer, zu fest und zu fett sind.

Mindestens von genauso exzellenter Qualität wie die Torten sind aber auch die Blechkuchen, die im besten Sinne an alte Zeiten erinnern: Streuselkuchen pur oder – je nach Jahreszeit – mit Rhabarber oder Apfel und Bienenstich mit oder ohne Füllung.

Wenn das Café voll besetzt ist, und das ist meist ab frühem Nachmittag der Fall, muss man etwas Geduld mitbringen. Aber die freundlichen Damen vom Service behalten den Überblick und das Warten wird aufs Süßeste belohnt. Man kann natürlich auch Kuchen mitnehmen oder sich zu besonderen Gelegenheiten liefern lassen. Im Angebot sind außerdem Frühstück mit frisch gebackenen Brötchen und individuell wählbaren Komponenten, Eis, Gebäck und ein Urgetreidebrot.

Wer zu spät kommt, wird auch im Café »Torteneck« bestraft: Gegen halb fünf ist die Vitrine weitestgehend geplündert. Ein sehr gutes Zeichen, denn das bedeutet, niemand bekommt hier den Kuchen vom Vortag auf den Teller.

Für alle Süßschnäbel in Binz gibt es nur eine Empfehlung: Unbedingt hingehen!

Konditorei & Café »Torteneck«, Proraer Straße 1, 18609 Binz, Telefon: (038393) 127966, E-Mail: torteneck@web.de, Website: http://www.torteneck.de
Täglich 8 bis 18 Uhr, Frühstück
bis 13 Uhr

Gestatten: Schwanitz, Anna Schwanitz – eine Figur stellt sich vor (1)

Foto: Panthermedia

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet ich zu einer literarischen Figur wurde, noch dazu zu einer Hauptfigur. Und da meine Autorin Kriminalromane ersinnt, bin ich so eine Art Detektivin wider Willen, obwohl ich als Hotelfachfrau eigentlich in einer ganz anderen Branche arbeite. Schon zweimal musste ich mysteriöse Todesfälle aufklären. Ich lese zwar selbst gerne Krimis, am liebsten die Klassiker von Agatha Christie, vor allem die schrullige Miss Marple mag ich gern. Aber das qualifiziert einen ja nicht unbedingt zum Ermittler. Weiterlesen

Lieblingslokal in Binz: Burgergrill »Peter Pane«

Entlang der Binzer Strandpromenade gibt es zahlreiche Restaurants zwischen der von mir sehr geschätzten Strandhalle am einen und dem IFA-Ferienzentrum am anderen Ende. Bei vielen stimmt meiner Ansicht nach das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Ich bin bereit, für Qualität auch tiefer in die Tasche zu greifen, werde aber ärgerlich, wenn ich für Steaks mit belanglosen Beilagen aus Tiefkühler und Fritteuse, trockenes Fischfilet, versalzenen Matjes oder eine Sülze mit achtzig Prozent Fett- und zwanzig Prozent Aspik auch noch völlig überhöhte Preise zahlen soll. Deshalb gehört das »Peter Pane« zu meinen Lieblingsadressen in Binz. Weiterlesen

Aus der Krimiwerkstatt: Anbaden in Binz – erfunden und wahr

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An einem 1. Mai am Strand von Binz entstand die Idee für den Rügen-Krimi Wer ohne Schuld ist. Eine Szene hatte ich damals von meinem Strandkorb aus direkt vor Augen. Das »Anbaden der Binzer & Gäste«, wie es offiziell heißt, zur Eröffnung der Badesaison. Bei rund sieben Grad Wassertemperatur dürfte es noch ein wenig dauern, bis eine nennenswerte Zahl von Urlaubern sich länger im Wasser tummelt. Das Anbaden ist jedoch ein großer Spaß für die Beteiligten wie die Zuschauer. Hier meine Impressionen vom 1. Mai 2018. Weiterlesen

Was ist neu in Binz zur Saison 2018?

Seit 2000 komme ich nach Binz, meist einmal jährlich, manchmal auch öfter. Der Ort hat sich in dieser Zeit extrem gewandelt, vor allem an der Promenade, wo die weißen Villen der Bäderarchitektur eine nach der anderen ihre prachtvolle ursprüngliche Gestalt zurückerhielten. Für mich ist es zu einer lieben Gewohnheit geworden, bei meinem ersten Rundgang darauf zu achten, was sich seit meinen letzten Besuch verändert hat. Hier meine Beobachtungen von Ende April 2018: Weiterlesen